Exsikkatoren, Trockner
Exsikkatoren dienen üblicherweise zum Trocknen oder
zum trockenen Aufbewahren von Proben, Chemikalien usw. Der untere Teil wird mit
dem Trocknungsmittel gefüllt (hygroskopische Substanzen, wie z.B. konz.
Schwefelsäure in flüssiger oder aufgesaugter Form oder getrocknetes, gekörntes
Calciumchlorid, Ätzkali, Phosphorpentoxid, Blaugel usw.). Darüber kommt eine
gelochte Exsikkatorplatte mit Tiegeln oder Schalen, in denen sich die zu
trocknende Substanz befindet. Der Exsikkator-Gefäßrand und der Deckel sind
aufeinandergeschliffen und werden zur Abdichtung oft zusätzlich gefettet.
Verminderter Druck fördert die Verdunstung u. Austrocknung (erhöhter
Dampfdruck); daher haben Vakuum-Exsikkatoren einen oben oder seitlich
angebrachten Glashahn zum Anschluss an eine Vakuumpumpe. Exsikkatoren bestehen
gewöhnlich aus farblosem oder braunem Glas; letzteres schützt lichtempfindliche
Substanzen. An Stelle von Wasserdampf können bei passender Wahl des
Trockenmittels auch Dämpfe von Säuren, Ammoniak oder organischen
Flüssigkeiten aus der Substanz entfernt werden.
Häufig werden Exsikkatoren
auch zum Endgasen von flüssigen medien (Säfte, Kunstharz, Suspensionen etc.)
genommen.











